Medizinhilfe zum Anfassen – der 50. Hilfstransport seit März 2022

Hanau, 13. Oktober 2026.

Ein besonderer Moment für die Medizinhilfe Karpato-Ukraine: Zum 50. Mal seit Beginn des russischen Angriffskriegs macht sich ein 40-Tonnen-Sattelschlepper mit medizinischer und humanitärer Hilfe auf den Weg in die Ukraine. Was für in Kliniken und Praxen hierzulande nicht mehr gebraucht wird, kann dort Leben retten, den Klinikalltag erleichtern und Menschen in größter Not Hoffnung geben.

Unter dem Motto „Medizinhilfe zum Anfassen“ konnten die Gäste in Hanau einen Blick auf die wertvolle Fracht werfen.

Hilfe, die Leben retten kann
Auf dem Jubiläumstransport befinden sich 73 verschiedene Güterarten aus mehreren deutschen Städten. Eine besondere Spende stammt aus dem Sehcentrum Hanau, das Patienten mit schwersten Sehbeeinträchtigungen versorgt hat. Ein Team der Medizinhilfe baute die Einrichtung ab und verpackte sämtliche Geräte, Brillen, Lupen und Werkzeuge sorgfältig. Nun sind sie auf dem Weg in die große Augenklinik in Charkiw.

Auch Mikroskope für die medizinische Diagnostik sowie Sauerstoffkonzentratoren sind an Bord. Die Konzentratoren gewinnen Sauerstoff aus der Raumluft – eine lebenswichtige Unterstützung für Patienten. Hinzu kommen Krankenhauswaschmittel, Inkontinenzmaterial, Rollatoren, Büromöbel und eine komplette Küche. Was hier in Deutschland nicht mehr gebraucht wird, erhält in der Ukraine einen neuen Einsatz.

Gemeinsam gegen die Not
Möglich wird diese Hilfe durch zahlreiche Kliniken, Unternehmen, Organisationen und private Unterstützer. Das ehrenamtliche Team der Medizinhilfe holt Spenden ab, baut medizinische Einrichtungen ab, sortiert, verpackt und verlädt die Hilfsgüter. Das Lagerteam der Spedition Hellmann unterstützt die Arbeit mit großem Engagement. Auch die Stadt Hanau begleitet die Initiative seit vielen Jahren.

Die Medizinhilfe finanziert sich vollständig aus Spenden. Neben den Sachspenden werden Geldspenden benötigt, um Transporte, notwendige Zukäufe und Reparaturen zu bezahlen.

Die Wiederverwendung der Hilfsgüter schont zugleich wertvolle Ressourcen: Nach Berechnungen der Medizinhilfe konnten durch die 50 Transporte in den vergangenen viereinhalb Jahren rund 1.650 Tonnen CO₂ eingespart werden.

Ein Zeichen der Hoffnung
Wie viel diese Unterstützung bedeutet, zeigt die Nachricht von Sergey Fesenko, dem Leiter unserer Partnerorganisation in Charkiw. Als er vom Jubiläumstransport erfuhr, schrieb er:

Good afternoon, Martina! That’s wonderful news!!! We’re particularly grateful for your attention to the Kharkiv region and to our organisation!!! The fact that this is already the 50th lorry to arrive in Ukraine carrying humanitarian aid is truly a moment worth celebrating! We will certainly get back to you with our appreciation and gratitude to you and your strong and reliable team of friends and volunteers!!!

Guten Nachmittag, Martina! Das sind wunderbare Neuigkeiten!!! Wir sind besonders dankbar für dein Engagement für die Region Charkiw und für unsere Organisation!!! Dass dies bereits der 50. Lkw ist, der mit humanitärer Hilfe in der Ukraine eintrifft, ist wirklich ein Grund zum Feiern! Wir werden uns auf jeden Fall bei dir melden, um dir und deinem starken und zuverlässigen Team aus Freunden und Freiwilligen unsere Anerkennung und Dankbarkeit auszudrücken!!

Während der Krieg das Leben der Menschen in der Ukraine weiterhin gefährdet und die medizinische Versorgung vielerorts vor enormen Herausforderungen steht, ist jeder Transport mehr als eine Lieferung von Hilfsgütern. Er bringt dringend benötigte Unterstützung und die Gewissheit, nicht vergessen zu sein.

50 Transporte – und hinter jedem stehen Menschen, die helfen. Die Medizinhilfe Karpato-Ukraine dankt allen Spendern, Helfern und Unterstützern von Herzen.

Gäste und Helfer

Hier eine Auswahl von Medien, die über das Ereignis berichteten:

Hanauer Anzeiger, 17.10.2026

Offenbach Post Online, 16.10.2026

Radio Primavera, 13.10.2026

Interview mit RTL Hessen (folgt)

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