UNSERE GESCHICHTE
Auf Initiative des inzwischen verstorbenen Hanauer Pfarrers Dr. Walter Schlosser entstand ab 1989 eine enge Partnerschaft zwischen der reformierten Wallonisch-Niederländischen Gemeinde in Hanau und der ungarisch-reformierten Gemeinde in Mukachevo, einer Stadt in der Karpato-Ukraine. Von 1989 bis 2004 unterstützten die Hanauer die Gemeinde in Mukachevo jährlich mit Kleidung, Lebensmitteln und weiteren Hilfen.
Bereits 1995 wurde der Plan gefasst, die Hilfen durch ein medizinisches Projekt zu erweitern. Im Juni 1996 reiste die Allgemeinmedizinerin Dr. Martina Scheufler mit der Gynäkologin Dr. Stefanie Keilig nach Mukachevo, um die lokale, medizinische und soziale Situation zu beurteilen. Vor Ort wurde sie von ukrainischen Ärzten unterstützt, die sich in der Christlichen Ärztevereinigung Transkarpatiens engagieren. Diese Vereinigung, gegründet 1993 nach dem Zusammenbruch der UdSSR, hatte das Ziel, trotz widriger Umstände eine qualifizierte medizinische Versorgung zu gewährleisten.
In Mukachevo wurden Pläne gefasst, eine medizinische Ambulanz, ein Kinderheim für Straßenkinder sowie eine Kirche für Sinti und Roma aufzubauen. Auch der Ausbau des bis dahin bescheidenen Gemeindehauses war vorgesehen. Tatsächlich wurden diese Pläne in wenigen Jahren umgesetzt, was das große Engagement der ungarisch-reformierten Gemeinde unter Beweis stellt.
WARUM EINE ÄRZTIN 1996 NACH MUNKACS REISTE
Was als kleine Idee begann, entwickelte sich zu einer kontinuierlichen und vielfältigen Hilfe: Im Sommer 1996 startete die Medizinhilfe aus Hanau ihr erstes Projekt zur Verbesserung der medizinischen Versorgung in Transkarpatien (Westukraine). Damals wie heute ist es unser Anliegen, Menschen konkret, direkt und nachhaltig zu helfen, unabhängig von sozialem Status, Glauben, Geschlecht oder Herkunft. Seitdem ist viel geschehen. Seit 2022 unterstützen wir hauptsächlich Kliniken in der zentralen und östlichen Ukraine. Unsere Arbeit wird bis heute von ehrenamtlichem Engagement getragen. Die Spendengelder fließen seit Beginn zu 100 Prozent in unsere Projekte.
1996: Erste Begegnung und Erfassen des Bedarfs
Bereits seit 1989 bestanden kirchliche Kontakte zwischen evangelischen Gemeinden in Hanau und Mukachevo, einer westukrainischen Stadt mit damals rund 90.000 Einwohnern und einem Zuzugsgebiet von etwa 125.000 Menschen.
1996 reisten Dr. Martina Scheufler, Ärztin für Allgemeinmedizin und die Gynäkologin Dr. Stefanie Keilig im Auftrag der Hanauer Gemeinde nach Mukachevo. Vor Ort besuchten sie die Städtischen Kliniken, die Kinderklinik und Rettungsleitstelle. Dabei erhielten sie einen tiefen Einblick in die medizinischen Versorgungsprobleme: veraltete Geräte, Engpässe bei Verbrauchsmaterialien und eine unzureichende Infrastruktur. Schon bei dieser ersten Reise entstand der Plan, nicht punktuell, sondern langfristig zu helfen. Erste Bedarfsanalysen zeigten erhebliche Mängel bei Basis- und Regelversorgung.
1998: Zweiter Besuch und Projektgrundsätze
1998 erfolgte ein zweiter Besuch, bei dem die zuvor aus Hanau gelieferten Spenden evaluiert wurden. Dabei wurde deutlich: Hilfe muss nicht nur bedarfsorientiert, sondern auch nachhaltig und transparent sein. Es wurde beschlossen, nur dort zu helfen, wo Geräte vielen Menschen zugutekommen und sachgerecht eingesetzt werden. Diese Grundsätze prägen unsere Arbeit bis heute.
2000: Gründung und Aufbau des Christian Medical Center
1999 gelang der evangelischen Gemeinde Mukachevo mit Unterstützung des Gustav-Adolf-Werks (GAW) der Rückkauf ihres früheren Gemeindehauses – gegenüber der Kirche und mitten im Stadtzentrum gelegen. Gemeinsam mit Ärzten, Ehrenamtlichen und der Kirchenleitung entstand der Plan, in diesen Räumen ein christliches medizinisches Zentrum aufzubauen.
Zu Ostern 2000 schufen wir mit unserem Einsatz in Mukachevo in einer Woche die grundlegende Infrastruktur: Eine gespendete Röntgenanlage wurde installiert, ein IT-Netzwerk sowie Telefon, Fax und Internet aufgebaut. Gleichzeitig statteten wir das Zentrum mit Geräten wie z.B. Ultraschalldiagnostik, EKG, Gynäkologie, Labor und Sterilisation sowie dem gesamten Mobiliar aus.
2001: Renovierung des Gemeindehauses
2001 renovierten wir in nur knapp einer Woche das bestehende Gemeindehaus der ungarisch- reformierten Gemeinde in Mukachevo. Insgesamt wurden 350 m² ausgebaut. Eine Heizung mit Heizkörpern wurde installiert, ebenso neue Wasserversorgung mit 700-Liter-Speicher, moderne Stromleitungen und neue Schaltschränke sowie die sanitäre Infrastruktur mit zwei Bädern. Die neu geschaffenen Gästezimmer im Dachgeschoss stehen seitdem den auswärtigen Besuchern der Gemeinde und den Gästen des Medical Center zur Verfügung.
2002–2003: Lebensrettende Hilfe für Roman Batin
Parallel begleiteten wir einen bewegenden Einzelfall: Der damals 22-jährige Roman Batin war 15 Meter tief gestürzt und drohte, beide Unterschenkel zu verlieren. Durch die Vermittlung der Medizinhilfe kam er 2002 und 2003 jeweils für vier Monate nach Hanau. Aufwendige Operationen konnten seine Beine retten. Roman hatte ein Physikstudium abgeschlossen und beendete später auch sein Jurastudium.
2004: Erweiterung für moderne Diagnostik im Medical Center
2004 folgte ein Erweiterungsbau mit neuer Elektroinstallation samt einem Starkstromschrank für ein späteres CT. Auch installierten wir erste Klimaanlagen.
Das Christian Medical Center entwickelte sich zu einem Leuchtturm – Projekt: Christliche Werte wurden mit moderner medizinischer Versorgung verbunden – in einer Region, in der diese Versorgung dringend benötigt war und weiter ist.
2005: Erster selbstständiger Hilfstransport nach Mukachevo
Nach einem Wechsel der Kirchenleitung der Wallonisch-Niederländischen Gemeinde Hanau übernahm Ende 2004 die Diaspora-Stiftung die Trägerschaft.
2005 organisierten wir unseren ersten vollständig selbst verantworteten und finanzierten Hilfstransport nach Mukachevo. Mit umfangreichen Gerätespenden – auch Elektrotherapie- und Diagnostikgeräte, Labormaterial und komplette EDV-Systeme – brachten die Regionale Kinderklinik ein Stück voran.
2006: Computertomographie und erster medizinischer Workshop
Ein besonderer Meilenstein war die Installation des von Siemens gespendeten Computertomographen im März 2006 im Christian Medical Center. Es war das erste CT-Gerät in der gesamten Region.
Im November 2006 fand unser erster medizinischer Workshop mit 90 Teilnehmenden statt. Zum Abschluss der Tagung erhielten alle Referentinnen und Referenten eine Dank-Urkunde der Stadt Mukachevo.
2007–2009: Matratzen für die Kliniken
Mit drei Transporten brachten wir mehrere hundert fabrikneue Matratzen der Firma Dunlopillo aus Hanau in verschiedene Krankenhäuser in Mukachevo und Beregovo.
2008: Neue IT für das Medical Center
Ein ebenso wichtiges wie erfolgreiches Projekt war die vollständige Erneuerung der IT des Medical Center. Server, Datensicherungen und neue Workstations erleichterten und beschleunigten die Arbeitsabläufe der schnell wachsenden Poliklinik erheblich.
2010: Öffentlichkeitsarbeit und Anerkennung
Zum zehnjährigen Bestehen des Christian Medical Center erstellten wir 2010 eine umfassende Chronik und starteten die moderne Website. Martina Scheufler erhielt für die Arbeit der Medizinhilfe den Ehrenbrief des Landes Hessen.
2011: Herzkatheterlabor für Uschhorod
Im Sommer 2011 demontierten wir gemeinsam mit dem Team des Herzzentrums in Uschhorod ein Herzkatheterlabor in Frankfurt. Der vollständige Abbau des Siemens-Systems sowie dessen Transport in die Westukraine waren logistisch aufwendig. Aber auch dieses Projekt setzten wir erfolgreich um.
2012: Weiterbildung für 200 Fachärztinnen und Fachärzte
Im April 2012 veranstalteten wir im Städtischen Klinikum Mukachevo einen zweitägigen Workshop zum Thema „Akute und chronische Bauchschmerzen in der ärztlichen Praxis“, an dem mehr als 200 Ärztinnen und Ärzte aus einem weiten Umkreis teilnahmen. Dieser Workshop wurde sowohl in der Ukraine als auch in Deutschland als ärztliche Weiterbildung zertifiziert.
2011–2017: Jährliche Transporte für Regionalklinikum Vinogradiv
Mit insgesamt sieben großen Transporten statteten wir das Klinikum Vinogradiv mehrfach mit medizinischer Technik, Betten und Nachtkästen sowie umfangreichem Verbrauchsmaterial aus.
2014–2015: Trägerwechsel, neue Strukturen und Ehrung
2014 fusionierte die Diaspora-Stiftung des GAW mit einer anderen Stiftung und wurde nach Leipzig verlegt. Aufgrund von Satzungsänderungen konnte unsere Arbeit in dieser neuen Stiftung nicht fortgeführt werden. Dankenswerterweise übernahm die Evangelische Stadtkirchengemeinde Hanau ab Januar 2015 die Trägerschaft. Die Zusammenarbeit funktioniert sehr gut. Die Gemeinde verwaltet alles Finanzielle. Organisatorisch und strukturell wird die Medizinhilfe von einem Leitungsteam geführt.
Im August 2015 wurde Martina Scheufler mit der Ehrenplakette in Silber der Landesärztekammer Hessen ausgezeichnet.
2016–2017: Früherkennung Brustkrebs und erweiterte Diagnostik
Das Christian Medical Center wurde zu einem regionalen Zentrum für die Früherkennung von Brustkrebs ausgebaut. Eine von uns organisatorisch und finanziell unterstützte Siemens-Mammographie wurde in Deutschland gekauft und im Medical Center installiert. Zusammen mit der Universitätsklinik Münster organsierten und finanzierten wir auch Schulungen zur Biopsie- Technik.
2018: Erweiterung der Spendenregion und Bundesverdienstkreuz
2018 startete erstmals ein Transport außerhalb von Transkarpathien in die Region Lviv. Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit dem Main-Kinzig-Kreis.
Im selben Jahr erhielt Martina Scheufler das Bundesverdienstkreuz am Bande, das sie gerne für das Team der Medizinhilfe entgegennahm.
2019: Zusammenarbeit und persönliche Begegnungen
2019 wurde bei einem Besuch die fachliche Zusammenarbeit sowohl mit dem Klinikum als auch Medical Center weiter intensiviert. Das Miteinander auf Augenhöhe und der direkte Austausch sind bis heute eine wichtige Grundlage unserer Arbeit. Sie ermöglichen eine vertrauensvolle und zugleich effektive Zusammenarbeit mit unseren ukrainischen Partnern – auch in weit entfernten Orten ohne persönliches Kennen.
2020–2021: Jubiläum und erfolgreiches Medical Center
2020 war durch die COVID-19-Pandemie geprägt. Unsere Transportvorhaben konnten nicht wie geplant durchgeführt werden.
2021 feierten wir in Mukachevo mit einer großen Gruppe aus Hanau zwei wichtige Meilensteine: 25 Jahre Medizinhilfe und 20 Jahre Christian Medical Center. Diese Jubiläen würdigten wir gemeinsam mit unseren Kollegen und dem Team des Medical Center bei einer fröhlichen Feier in den Karpaten. Wir blickten zusammen auf die bewegende Geschichte unseres Engagements zurück.
Heute ist das Medical Center weit mehr als ein Ort hochqualifizierter medizinischer Hilfe. Es steht auch für Kontinuität und gelebte christlich-humanitäre Werte.
2022: Der große Krieg beginnt – und wir starten sofortige Hilfe
Mit dem Beginn des großen russischen Angriffskrieges im Februar 2022 intensivierte sich unsere Arbeit innerhalb kürzester Zeit. Eine große logistische und humanitäre Hilfswelle begann, die bis heute anhält.
• März–Juni: Acht 40-Tonner mit medizinischen Hilfsgütern wurden direkt an die polnisch-ukrainische Grenze nahe Lviv gebracht und direkt in ukrainische LKW umgeladen, sodass keine Hilfsgüter in Hallen unbeaufsichtigt lagerten. Östlich von Lviv gab es ein Verteilungszentrum. Von dort wurden die Hilfsgüter in Front- und Notfallregionen weiterverteilt.
• September: Besuch im Medical Center und an der Universität Mukachevo. Auch bei täglichen Luftalarmen war der persönliche Austausch wichtig.
• Ab Oktober: Unterstützung ziviler Freiwilliger mit gezielten Sachspenden für Notunterkünfte, Erste Hilfe und Krisenintervention.
• November: Sozialpreis des Main-Kinzig-Kreises für Team der Medizinhilfe, Verleihung 2023
• Dezember: Kurzfristige Lieferung eines 100-kW-Dieselgenerators und eines 3.000-Liter-Tanks zur Sicherung der komplett unabhängigen Stromversorgung für das Medical Center.
2023: Sieben Transporte und Deutscher Engagementpreis
2023 war von einer weiteren deutlichen Ausweitung unserer Hilfsarbeit geprägt.
• Januar: Zehn 40-Tonnen-LKW mit insgesamt 155 Tonnen Desinfektionsmitteln, gespendet von einem Pharmaunternehmen, wurden an verschiedene, von uns ausgewählte ukrainische Kliniken direkt gebracht.
• Februar–Mai: 14,5 Tonnen medizinische Hilfsgüter schickten wir nach Lviv, zehn Tonnen in die Kinderklinik Kiew und weitere neun Tonnen über Kiew nach Charkiw, Dnipro und Saporischschja.
• Juni: Ein Benefizkonzert in Bonn brachte Mittel für Spezialnahrung für Odessa. Parallel organisierten wir unmittelbar nach der Sprengung des Kachowka-Staudamms einen Eiltransport nach Cherson.
• November: Abbau eines älteren OP-Trakts im St. Vinzenz-Krankenhaus Hanau und zeitnaher Transport in das Klinikum Mukachevo.
• Dezember: Feierliche Verleihung des Sonderpreises des Deutschen Engagementpreises in Berlin an das Team der Medizinhilfe. Martina Scheufler wurde vom Hanauer Anzeiger als „Mensch des Jahres“ ausgezeichnet.
2024: Logistik, Netzwerke, Website und neun Transporte
2024 standen Erweiterung unseres Netzwerks und Organisation zahlreicher Transporte im Mittelpunkt.
• Januar–März: Lieferung glutenfreier Spezialnahrung nach Odessa. Versand zweier Arztpraxen – einer Hausarzt- und einer Zahnarztpraxis – nach Charkiw. Darüber hinaus transportierten wir 14 Tonnen Material für fünf Fachabteilungen an Kliniken in Charkiw. Abbau hochwertiger Ausstattung einer Klinik in Stuttgart, Verteilung auf Kliniken in Kiew, Myrhorod und Tscherkassy.
• April: Besuch in Mukachevo. Die Rückmeldungen der lokalen Teams zur OP-Spende aus Hanau waren überwältigend.
• Juli–Oktober: Fünf Tonnen Rollstühle, Rollatoren und Hygienematerial für ein Seniorenheim in Dnipro, Materialspenden der Vitos-Klinik Weilmünster für Kliniken in Myrhorod sowie zehn Tonnen medizinisches Material für die NGO „Kharkiv Volunteer Union“, die 27 Kliniken und Ambulanzen versorgt. Fotos und Dankschreiben dokumentierten die zielgerichtete Verteilung innerhalb von vier Wochen.
• November–Dezember: Relaunch unserer Website und Abbau einer Laborarztpraxis in Fulda mit 15 Helfern. 7,3 Tonnen Hilfsgüter und Weihnachtsgeschenke wurden nach Myrhorod geliefert. An Heiligabend berichtete der „Deutschlandfunk Kultur“ über die Arbeit der Medizinhilfe und sendete dazu ein Interview mit Martina Scheufler.
2025: Kontinuität, neue Perspektiven und sechs Transporte
Auch 2025 setzte sich die Arbeit mit zahlreichen Sachspenden und Transporten fort.
• Januar–April: 17 Behandlungsstühle aus dem Klinikum Hanau sowie drei Transporte mit insgesamt rund 20 Tonnen Hilfsgütern sandten wir an die NGO „Kharkiv Volunteer Union“. Außerdem bauten wir eine Hausarztpraxis in Bremen ab und brachten alles die 500 Kilometer nach Hanau für den nächsten Transport.
• Juli: Kurzfristig große Hilfe zur Ausstattung einer christlichen Reha-Klinik in der Region Riwne.
• August: Wir feierten eine fröhliche „DANKE-Feier“ in Hanau anlässlich von 25 Jahren Medical Center und 30 Jahren Medizinhilfe im kirchlichen Rahmen mit zahlreichen Gästen.
• September: Einen Besuch im Medical Center anlässlich der 25-Jahr-Feier haben wir nach der Bombardierung in Mukachevo kurzfristig abgesagt.
• Dezember: Ein Transport nach Myrhorod wurde wegen von Transportproblemen in das neue Jahr verschoben. Die Weihnachtsgeschenke erhielten die Kinder und Erwachsenen im Januar.
2026: Das Unterstützernetzwerk wächst – auf dem Weg zu unserem 50. Hilfstransport seit dem Überfall auf die Ukraine
2026 hat sich die Arbeit der Medizinhilfe erneut deutlich ausgeweitet. Aktuelle Schwerpunkte sind die Millionenstadt Charkiw sowie die Regionen Myrhorod und Poltawa.
• Januar: Spende von 47 Paletten Labormaterial, das in Charkiw dringend benötigt wurde.
• Januar: Abbau einer chirurgisch-orthopädischen Praxis in Kulmbach. Für den Transport mieteten wir zwei 7,5-Tonnen-Lkw und ein 3,5-Tonnen- LKW. Beim Abbau und Beladen unterstützte eine Fußballmannschaft.
• Januar: Beginn der Zusammenarbeit mit der Landesärztekammer Hessen. Wir übernahmen gerne eine umfangreiche IT-Spende.
• Januar: Aus der Sportklinik Frankfurt konnten wir zahlreiche hochwertige Behandlungsliegen und weitere Spenden abholen.
• Mai: Eine große Sachspende mit Bettwäsche, Kissen und Decken aus Heusenstamm füllte einen 7,5-Tonnen-Lkw.
• Juni: Drei Transporte schickten wir nach Uschhorod, Poltawa und Charkiw – jeweils mit zahlreichen hochwertigen Klinikbetten, Bettwäsche und weiteren medizinischen Hilfsgütern.
• Juni–Oktober: Aus Kliniken, Praxen und Unternehmen aus ganz Deutschland erhielten wir hochwertige Sachspenden, insbesondere Medizintechnik und IT. Die Spenden kamen unter anderem aus Mainz, dem Schwarzwald, der Region Freiburg, Stuttgart, Bremerhaven, Hamburg, Kiel, Jena und Brühl/Köln.
• September: Abbau eines Sehcentrums in Hanau mit optischen Messinstrumenten und Lupenbrillen für schwerst sehbehinderte Menschen.
• September: Martina Scheufler erhielt am ukrainischen „Internationalen Tag der Hilfsorganisationen“ eine besondere Auszeichnung des „Kharkiv Regional Volunteer Council“ als Dank für die Arbeit der Medizinhilfe.
• September: Wir nahmen gerne eine große Spende von Klinikwaschmitteln an.
• Oktober: Der 50. Sattelschlepper der Medizinhilfe wird vor seiner Abfahrt nach Charkiw gemeinsam mit dem Helfer- und Leitungsteam sowie Vertretern aus Politik, Spedition und Unternehmen gewürdigt.
Danke!
Unsere Arbeit wäre ohne die Unterstützung der vielen großzügigen Spenderinnen und Spender, Unterstützer und Unterstützerinnen sowie vor allem unseres aktiven Helferteams nicht möglich.
Jeder gespendete Gegenstand, jede helfende Hand und jede Stunde im Lager stehen für gelebte Solidarität. Hinter jedem Transport stehen viele Menschen, die gemeinsam dazu beitragen, dass medizinische Hilfe dort ankommt, wo sie dringend gebraucht und genutzt wird sowie hochwillkommen gewürdigt wird.
Herzlichen Dank an alle, die diesen anspruchsvollen Weg mit uns gehen!
Im Oktober 2026
Martina Scheufler auch im Namen des Leitungsteams der Medizinhilfe
UNSERE CHRONIK
- 1996 Gründung der Medizinhilfe in Hanau > mehr
- 1996 Kennenlernen von Kollegen, Gemeinde und Krankenhäusern in Mukachevo
- 1996 LKW-Transport mit Medizintechnik, Städtischen Krankenhaus Mukachevo > mehr
- 1997 LKW-Transport mit Medizintechnik, Städtischen Krankenhaus Mukachevo
- 1998 Vertiefung der Kontakte, erneute Besuche der Krankenhäuser in Mukachevo
- 1998 LKW-Transport mit Medizintechnik, Städtischen Krankenhaus Mukachevo
- 2000 Aufbau des „Christian Medical Center“, Mukachevo > mehr
- 2001 Ausbau Gemeindehaus in Mukachevo > mehr
- 2001/02 Hilfe für Roman Batin in Deutschland > mehr
- 2004 Starkstromschrank für Computertomograph und Klimaanlagen, Medical Center > mehr
- 2005 Beginn der Zusammenarbeit mit der Diaspora- Stiftung in Taunusstein
- 2005 Transport von Medizintechnik für Kinderklinik Mukachevo > mehr
- 2005 Transport Städtisches Krankenhaus, Beregovo > mehr
- 2005 Besuch mit Dr. Schlosser in Mukachevo
- 2006 Spende und Aufbau Computertomograph für das Medical Center > mehr
- 2006 Urkunde als Dank des Oberbürgermeisters von Mukachevo
- 2006 1. medizinischer Workshop, Mukachevo > mehr > Presseartikel
- 2007 LKW - Transport 200 fabrikneuer Matratzen, Regionale Kinderklinik Mukachevo > mehr
- 2007 Installation CT- Injektor, Aufbau Neurologie, Medical Center > mehr
- 2007 Fortbildung von Dr. Marian Barchi im St. Vinzenz- Krankenhaus, Hanau > mehr
- 2008 Komplettüberarbeitung der IT > mehr
- 2009 Wartungen im Medical Center und Gemeindehaus in Mukachevo > mehr
- 2009 Transport von knapp 300 neuen Matratzen für Beregovo und Mukachevo > mehr
- 2010 Broschüre anlässlich 10 Jahre Medical Center, Homepage erstellt mehr
- 2010 Landesehrenbrief mehr >
- 2010 Fortbildung für Ärzte im Rhein-Main-Gebiet > mehr
- 2011 eigenständiges Lager in Hanau
- 2011 Orgelsanierung in Mukachevo > mehr
- 2011 LKW- Transport nach Vinogradiv über Bad Oeynhausen > mehr
- 2011 Hilfe für Maximilian > mehr
- 2011 Herzkatheter aus Frankfurt für Universitätsklinik Uzhgorod > mehr
- 2012 2. medizinischer Workshop in Mukachevo > mehr
- 2012 LKW- Transport nach Vinogradiv > mehr
- 2013 LKW- Transport nach Vinogradiv > mehr
- 2014 Renovierungen im Medical Center > mehr
- 2014 Orgelprojekt und Orgelkonzert
- 2015 Beginn Zusammenarbeit mit der Ev. Stadtkirchengemeinde, Hanau >
- 2015 Möbeltransport nach Peterfalva, > mehr
- 2015 „UnerHört“, Gottesdienst Ev. Kirchen Langenselbold für Medizinhilfe Karpato-Ukraine (Poster)
- 2015 Medizinhilfe spendet für Flüchtlinge (Zeitungsartikel)
- 2015 4. Transport in das Kreiskrankenhaus nach Vinogradiv
- 2015 Verleihung der Silbernen Ehrennadel der Landesärztekammer Hessen
- 2016 April – Abbau von OP-Bereichen im Sana-Klinikum Offenbach
- 2016 Juni – Abbau einer Mammographie und Zubehör in Offenbach
- 2016 Juli bis September – Kauf einer Mammographie und Inbetriebnahme des Gerätes
- 2016 5. Transport in das Kreiskrankenhaus nach Vinogradiv (Zeitungsartikel)
- 2016 Im November 2016 haben wir einen neuen Folder entwickelt
- 2017 Training Mammographie und Biopsie im Medical Center durch eine Spezialistin aus Münster
- 2017 Kirchenkonzert in Heidelberg zugunsten der Medizinhilfe (Poster)
- 2017 6. Transport in das Kreiskrankenhaus nach Vinogradiv
- 2018 Verleihung Bundesverdienstkreuz am Bande für Dr. Martina Scheufler
- 2018 Besuch Medical Center und Vinogradiv
- 2018 Transport Lviv
- 2018 Biopsietraining Medical Center
- 2018 Besuch des Leitungsteams Medical Center in Hanau
- 2019 Transport für Klinikum Mukachevo 11,5 Tonnen Hilfsgüter
- 2021 Feier 25-Jahre Medizinhilfe und 20 Jahre Medical Center
- 2022 März bis Juni: Acht Sattelschlepper medizinischer Hilfsgüter für die gesamte Ukraine -> mehr
- 2022 Besuch im Medical Center und der Universität in Mukachevo > mehr
- 2022 Hilfe für Odessa und Saporischschja
- 2022 Diesel-Generator und Stahltank für das Medical Center
- 2022 9 Sattelschlepper Desinfektionsgel an ihre Ziele gebracht
- 2023 14,5 Tonnen – direkter Transport nach Lviv für Klinikverbund > mehr
- 2023 Sozialpreis des Main-Kinzig-Kreises
- 2023 Transport für die große Kinderklinik Kiew
- 2023 Transport über Kiew nach Kharkiv, Dnipro und Saporischschja
- 2023 Benefizkonzert in Bonn zugunsten der Medizinhilfe
- 2023 Abbau Orthopädische Praxis Gedern; Transport Kiew – Cherson
- 2023 Besuch in Mukachevo
- 2023 Abbau OP-Trakt Vinzenz Hanau und Transport für das Hospital in Mukachevo
- 2023 Verleihung Deutschen Engagementpreis - Sonderpreis
- 2023 Erstellung aktueller Flyer Hier Download
- 2023 Martina Scheufler zählt zu den Menschen des Jahres 2023
- 2024 Glutenfreie Nahrung für Kinder mit Einschränkungen, Odessa
- 2024 Abbau Zahnarztpraxis in Speicher, Eifel
- 2024 Abbau Hausarztpraxis Mömlingen, Raum Aschaffenburg
- 2024 Transport in die Universitätsklinik nach Kharkiv
- 2024 Abbau Rot-Kreuz-Krankenhaus Stuttgart
- 2024 Transport Stuttgart – Kiew
- 2024 Besuch in Mukachevo
- 2024 Transport nach Dnipro für das größte ukrainische Seniorenheim
- 2024 Volunteers aus Kharkiv
- 2024 Geräte und Material aus der Vitos-Klinik in Weilmünster
- 2024 Transport nach Myrhorod
- 2024 Sachspenden des Klinikum Hanau
- 2024 Transport zu einer großen NGO in Kharkiv
- 2024 Abbau Laborarztpraxis in Fulda
- 2025 Transport nach Myrhorod
- 2025 Zwei Ukraine-Transporte in einer Woche
- 2025 Dritte Hilfslieferung nach Charkiw
- 2025 Ersatz des Computertomographen
- 2025 Transport nach Rivne
